Das heiße neue iPad

Es ist schon niedlich zu beobachten, wie nach jedem Start eines neuen, erfolgreichen Appleprodukts sofort die Smartphonewars beginnen und vermeintliche Fehler in irgendwelche -gates aufgebauscht werden. (Nur schnell ein Witz am Rande: wenn Ikea irgendwelche Probleme mit Billy hätte, hieße es dann Billy-Gates? Egal.)
Was also ist dran an den viel zu heissen und überhitzten iPads auf die sich manche Medien gleich gestürzt haben? Wie zu vermuten war, wohl so gut wie gar nichts. Hier ein Test von imore, ohne Wissenschaft, aber mit einem normalen Küchentermometer für den Braten.
Ja, das neue iPad wird wärmer als sein Vorgänger, etwa so wie ein iPhone und bleibt kälter als ein MacBook, das Flash abspielt.
In den Smartphonewars wird mit allen Mitteln gekämpft, und jeder versucht mit seinem Geschrei ganz vorne mit dabei zu sein. Aber dass
Apple solide, schöne, haltbare, umweltfreundliche Geräte baut, ist keine Meldung. Auf einen Fehler, des in letzter Zeit fast unfehlbaren Konzerns, warten einige und falls sich Apple wirklich mal einen echten Patzer leisten sollte, wird das Geschrei ohrenbetäubend werden. Bis dahin stellen sich einige hin und schreien viel zu laut über Dinge, die sich in der Realität ganz anders darstellen. Wo sind denn die ganzen iPhone 4 Benutzer, die wegen Antennagate nur unzureichend telefonieren können? Was war das für ein Locationgate, wo versteckt in einem Backup auf meinem eigenen Rechner eine ortsbezogene Datenbank von WLANs zu finden war?
Aber wie war das mit Google, die vorsätzlich die Datenschutzeinstellungen von Safari umgangen haben? Das Samsung Dingens, dass einfach den Ton komplett abstellt? Dieses Asus Dingens, welches zwar GPS eingebaut hat, dieses aber nicht funktionierte und deshalb aus der Produktbeschreibung entfernt werden musste…
Egal.
Viel Feind, Viel Ehr.
Und auch diese angeblich so gelblichen Displays sollten erstmal keine Meldung
sein, solange nicht klar ist, dass es sich nicht um einzelne Ausrutscher handelt. Displays übrigens die wohl von Samsung hergestellt werden. Diese Ironien machen die Smartphonewars im Augenblick so vergnüglich zu beobachten.

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Weg von Google (Teil 1)

Ein sehr spannender Post von einem ehemaligen Googlemitarbeiter und warum er Google verlassen hat.
Sehr gut geschrieben gibt dieser Post viele Einblicke in die Welt von Google und wie sich diese geändert hat, seit der Montessori-Schüler Page das Ruder übernommen hat. Ironischerweise hat sich Page noch viele Ratschläge von Steve Jobs geholt, bevor dieser leider verstarb. Aber ob es an den Ratschlägen liegt oder daran dass Google im mobilen Sektor immer noch nicht herausgefunden hat, wie es dort Geld verdienen kann…

Außerdem spricht der Post auch aus, wie sich Googles Suche immer weiter verschlechtert hat.

When I search for “London pub walks” I want better than the sponsored suggestion to “Buy a London pub walk at Wal-Mart.”

Und von ihrer ganz grottigen Mobilen Suche in Safari auf meinem iPhone wollen wir mal schweigen.

Sein Resümee:

Perhaps Google is right. Perhaps the future lies in learning as much about people’s personal lives as possible. Perhaps Google is a better judge of when I should call my mom and that my life would be better if I shopped that Nordstrom sale. Perhaps if they nag me enough about all that open time on my calendar I’ll work out more often. Perhaps if they offer an ad for a divorce lawyer because I am writing an email about my 14 year old son breaking up with his girlfriend I’ll appreciate that ad enough to end my own marriage. Or perhaps I’ll figure all this stuff out on my own.

The old Google was a great place to work. The new one?

-1

Und ja, ich hab mir heute leider kein iPad gekauft.