Megaupload und die Realitäten der Presse

Ein lesenswerter Artikel auf Macnotes.de, der zeigt, was passiert, wenn sich jemand die Mühe macht, einer Quelle wenigstens ein kleines bißchen auf den Grund zu gehen.
Andere, wie z. B. Die Süddeutsche Zeitung schreiben die Nachricht einfach ab. Und genau deshalb lese ich die Süddeutsche nicht mehr, bzw. kaum eine der großen deutschen Zeitungen zu digitalen Themen. Von Smartphones wollen wir mal ganz schweigen. Ein einziges Apple Gebashe meistens. So auch die FTD, selber in den letzen Zügen liegend, über ein Unternehmen, das mehr Gewinn macht als Microsoft, Facebook, eBay und Google zusammen. Ganz zu schweigen davon, dass sie locker dreimal mehr machen als Samsung, HTC, Nokia und RIM zusammen.
Genauso wie diese Mär vom geschlossenen Betriebssystem. Ich kann auf meinem iPhone alles im Web ansehen. Was ist daran geschlossen? Was nützt mir ein offenes Betriebssystem, wenn es keine Sicherheitsupdates gibt, ich dort einen Virenscanner brauche, vor jedem Klick und bei jeder App dreimal überprüfen muss, ob sie sicher ist und so weiter.
Manchmal wünsch ich mir da fast ein Zeitungssterben, denn die online Berichterstattung ist so hundsmiserabel. Einfach nur die immergleichen Meldungen ohne Sinn und Verstand aneinanderreihen, Kommentare von Menschen, die nicht mal die einfachsten Dinge verstehen oder ausprobiert haben.
Für gute interessante und fundierte Analysen wäre ich gerne bereit zu zahlen, aber für dieses kostenlos Abgeschreibe…

Eine gute und informative Quelle über Apple und ihre wirtschaftlichen Prognosen ist übrigens: www.asymco.com
Und dort gibt es mal wirklich lesenswerte Kommentare.

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Das heiße neue iPad

Es ist schon niedlich zu beobachten, wie nach jedem Start eines neuen, erfolgreichen Appleprodukts sofort die Smartphonewars beginnen und vermeintliche Fehler in irgendwelche -gates aufgebauscht werden. (Nur schnell ein Witz am Rande: wenn Ikea irgendwelche Probleme mit Billy hätte, hieße es dann Billy-Gates? Egal.)
Was also ist dran an den viel zu heissen und überhitzten iPads auf die sich manche Medien gleich gestürzt haben? Wie zu vermuten war, wohl so gut wie gar nichts. Hier ein Test von imore, ohne Wissenschaft, aber mit einem normalen Küchentermometer für den Braten.
Ja, das neue iPad wird wärmer als sein Vorgänger, etwa so wie ein iPhone und bleibt kälter als ein MacBook, das Flash abspielt.
In den Smartphonewars wird mit allen Mitteln gekämpft, und jeder versucht mit seinem Geschrei ganz vorne mit dabei zu sein. Aber dass
Apple solide, schöne, haltbare, umweltfreundliche Geräte baut, ist keine Meldung. Auf einen Fehler, des in letzter Zeit fast unfehlbaren Konzerns, warten einige und falls sich Apple wirklich mal einen echten Patzer leisten sollte, wird das Geschrei ohrenbetäubend werden. Bis dahin stellen sich einige hin und schreien viel zu laut über Dinge, die sich in der Realität ganz anders darstellen. Wo sind denn die ganzen iPhone 4 Benutzer, die wegen Antennagate nur unzureichend telefonieren können? Was war das für ein Locationgate, wo versteckt in einem Backup auf meinem eigenen Rechner eine ortsbezogene Datenbank von WLANs zu finden war?
Aber wie war das mit Google, die vorsätzlich die Datenschutzeinstellungen von Safari umgangen haben? Das Samsung Dingens, dass einfach den Ton komplett abstellt? Dieses Asus Dingens, welches zwar GPS eingebaut hat, dieses aber nicht funktionierte und deshalb aus der Produktbeschreibung entfernt werden musste…
Egal.
Viel Feind, Viel Ehr.
Und auch diese angeblich so gelblichen Displays sollten erstmal keine Meldung
sein, solange nicht klar ist, dass es sich nicht um einzelne Ausrutscher handelt. Displays übrigens die wohl von Samsung hergestellt werden. Diese Ironien machen die Smartphonewars im Augenblick so vergnüglich zu beobachten.

Geschenke – In the Mall (2)

Hallo Leute,
Sorry, dass ich so wenig in letzter Zeit gepostet habe, aber auch mich hat die Vorweihnachtszeit eingeholt. Und damit einhergehend mein alljährliches Vorweihnachts-Ich-Putze-Die-Ganze-Wohnung-Ritual. Trotzdem hatte ich noch Zeit noch einmal in die Mall zu gehen. Meine automatische Zählung von iPhones vs. Androiden habe ich diesmal nicht richtig verfolgt, aber die Tendenz ist auf jeden Fall wieder ähnlich, 15 iPhones – 5 Androiden – 2 Blackberry.
Aber ich kann den Jungs jetzt sagen, was sie geschenkt bekommen werden.
– TADA –
T-Shirts. Ja, ihr habt richtig gehört. Eure Freundinnen kaufen Euch massenweise T-Shirts. (Ich hab mir auch eins gekauft, aber für mich als Nachthemd…) Tja, so ist das mit Geschenken, man schenkt eher, was man selber will, als dass was der andere will. Aber dieses Jahr habt ihr ja mal ne echte Chance, Jungs. Glaubt nicht den Beratungsseiten, was Frauen so geschenkt haben wollen (Parfüm, Musicalkarten und rosa Schleifen), nein schenkt ihnen ein iPhone! Oder ein iPad! Oder etwas anderes, wo ein Apfel drauf ist.
Was Frauen wollen.
Man beachte Punkt 4. Frauen wollen Apple! Laut der zitierten Studie mehrheitlich. Die einzige demographische Gruppe wo Android punkten kann, sind die Männer zwischen 30 und 45, also die, die am lautesten schreien, und sowieso meinen sie hätten die Weisheit gepachtet… (Ok, das war jetzt wieder etwas Vorurteilsvoll, aber pickt Euch doch einfach den Kern Wahrheit davon raus…)
Die Liste, der werten Kollegin, was sie sich wünscht, ist übrigens auch sehr lesenswert.
Dabei fällt mir ein, mein Ex-Freund hätte mir bestimmt so ein Droiden-Telefon geschenkt. Vielleicht sein altes, damit er sich jetzt ein neues mit Eiscreme-Sandwich-Dingsbums drauf kaufen kann. (Upgedatet werden die Dinger ja kaum, oder erst in einem viertel- bis halben Jahr.)
Ich sass also bei Starbucks und überlegte mir entsetzt, wie ich denn dann reagiert hätte, beobachtete die Baristas (vor allem den einen, netten, der übrigens auch ein iPhone hat) und dann fiel mir das perfekte Geschenk für meinen Ex ein.
iTunes Match
Damit hätte er seine riesige MP3-Sammlung mal legalisieren können. Zum Teil hatten die Sachen grauenvolle Qualität. Waren „halt so aus dem Internet“ geholt. Und ein T-Shirt hätte ich ihm auch noch geholt.
Nein, ich werde jetzt nicht trübsinnig, die nette Bedienung hat mich angelächelt und mit dem Ex ist es auch ohne den Smartphonewar auseinandergegangen. Seine Androiden-Bessenheit ist nur ein weiteres Symptom dafür, was alles schief ging.

Jungs, auch wenn ihr von Eurer Freundin vielleicht nur ein T-Shirt bekommen werdet, seht euch dies mal an:
Auch ein MacBook kann glücklich machen:

Eltern, seht, was ein iPad für Freude auslösen kann:

Aber auch der iPod Touch kann Mädchen schreien lassen:

Aber auch Männer, die schon etwas älter wirken, wollen Apple.

Und dank Siri kommt der Weihnachtsmann vielleicht auch bald zu mir:

Hallo iTunes Match!

Hups, das ging ja flott.

ITunes Match ist auch Deutschland gestartet. Und es ist so frisch, dass sich noch keine vernünftige Information auf den deutschen Applewebseiten findet.

Kurz gesagt ist iTunes Match ein Cloud Dienst, der alle deine Musik im Web speichert und auf deinem Mac oder iOS Gerät (sofern Internet vorhanden ist) verfügbar macht. Das gibt es auch anderswo. Einfach nur eine Festplatte im Netz. Was einzigartig ist, ist die sogenannte Match-Funktion. Sie erspart einem das möglicherweise tagelange Heraufladen der eigenen riesigen Musiksammlung. Match erkennt die Songs in deinem lokalen iTunes und stellt dir im Netz die digitale Version aus dem iTunes-Store bereit. Und das geht auch mit von CD gerippten Songs oder auch mit illegal beschafften MP3s aus dem Netz. Nur was Match nicht erkennt muss hochgeladen werden. Die von Match erkannten Songs stehen dir dann auf deinem Mac oder PC und auf deinen iOS Geräten zur Verfügung als 256-Kbps AAC DRM-free Dateien, du kannst sie herunterladen und für immer behalten, auch nach Ablauf des Abos.
So lässt sich also eine „Musikwäsche“ machen. Dein illegales, kunterbuntes MP3 Sammelsurium wird für einmalig 25 € legalisiert.
Und du hast alle deine Songs. Nicht „1000 Songs – in your pocket“, sondern „Everything, everywhere – in the cloud“ (Den gesamten iTunes Musikkatalog plus 25 000 eigene, hochgeladene Songs.)
Wenn einem also der Speicher im iPhone / iPod / iPad nicht reicht, kein Problem. DER Song, den du gerade hören willst, ist nur einen Touch entfernt. Willkommen im Post-PC-Zeitalter. Ein 8GB iPhone / iPod / iPad reicht und alle deine Musik ist zur Stelle, für 2 € im Monat.
iTunes Match kostet pro Jahr 25 €.
Vor 10 Jahren begann es hiermit:

GEKAUFTE ARTIKEL
Aber ganz kostenlos, gratis, für umme und lau und ab sofort gibt es auf meinem iPhone im iTunes Store den Menüpunkt „gekaufte Musik“.
Darüber lässt sich alle im iTunes Store gekaufte Musik auf mein iOS-Gerät nochmal kostenlos herunterladen.
Cool. Dies ist die kostenlose Variante: iTunes in the Cloud. Alles, was ich im Store gekauft habe, kann ich jetzt jederzeit und überall wo es Internet gibt mir wieder herunterladen. Endlich. Da ich einiges im Store mir an Musik besorgt habe (gerade die iTunes live Festival Sachen sind oft super), reicht mir das vielleicht fürs erste.

IPad-Snowboard (in Memoriam Steve Jobs)

Na Leute, ist das cool??? Heiß??? Braucht man das?

Und die Jungs gefallen mir auch. Und es ist in Colorado wie überall auf der Welt, die coolen Jungs benutzen Apple. Die mit den Pickeln irgendwas anderes. Mit der Betonung auf  ‚irgendwas‘.

Nee, jetzt mal ehrlich: Brauchen tut man so ein Snowboard sicher nicht. Aber ich kann mir vorstellen, was für eine Befriedigung es einem verschafft, so etwas herzustellen. Und mal ehrlich, damit auf der Piste anzugeben… würd ich auch gerne mal. (und dann gleich die Nummer von ’nem netten Typen ins Adressbuch eingeben ;.) )

Mehr Post-PC geht nicht.

Microsofts Courier und die Angst vor der eigenen Courage

Eigentlich wollte ich einen längeren Post schreiben über diese spannende Geschichte von CNet.com. Aber ich habe auch ein Leben und hab die letzten Tage ziemlich rumgerockt, deswegen nur der Link.
Microsoft hatte also ein spannendes Tablet in der Pipeline, es aber nicht auf die Reihe gekriegt, nicht den Mut gehabt, dieses weiterzuentwickeln. Gerade die Buchform finde ich sehr interessant. Ja, sogar heiß. Courier hieß es, mit Stift und Touch wäre es zu bedienen gewesen, aber E-Mail hatte es nicht. Wenn die das rausgebracht hätten… Wenn die sich dem Ding ganz gewidmet hätten, und sich getraut hätten, fremde Apps darauf laufen zu lassen… (Apple musste ja auch erst durch den Jailbreak dazu gebraucht werden, Apps zuzulassen.) Ja, Ja, wenn…

Leseliste

ha, Warum Google und Microsoft schlecht über Siri sprechen (müssen). Andy Rubin: „I don’t believe your phone should be an assistant…Your phone is a tool for communicating,“ he opined, „You shouldn’t be communicating with the phone; you should be communicating with somebody on the other side of the phone.“ Das ist sooooooo dumm, dass einem der Mund weit offen stehen bleibt, bis Siri auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, antwortet, dass vieles dafür spricht, dass es Schokolade sei. Genau, dass ist doch der Traum vom Smartphone, dass es dein persönlicher Assistent wird. Und mit der richtigen Vernetzung in der Küche, kann man dann wirklich gleich bei Siri „Tea, Earl Grey, Hot“ bestellen, wie einst Jean-Luc Picard.

Jobs google Nichts desto trotz, war sich Steve Jobs nicht zu schade, Larry Page von Google gute Ratschläge zu geben.

iPad android zahlen Stimmen die Zahlen, das Android im Tablet-Bereich aufholt???

Siri lesen. Warum Siri für Apple so wichtig ist. Warum sich wieder einmal unser Umgang mit smarten Geräten ändern wird. Und 3 kluge Tipps für den Umgang mit Siri. Und warum Andy Rubin, Chefentwickler von Android, entweder ein Idiot ist, oder doppelzüngig.

IPhone 4s Kamera

Habe einen sehr beeindruckenden Link gefunden.
Eine Video, in dem – Side by Side – eine fette Canon gegen die Kamera des iPhone 4s antritt. Beide in voll HD.

Dazu schnell noch ein kurzer Link: Vergleich der Fotokameras von iPhone 4 vs iPhone 4s

Nicht nur die Kompaktkameras werden überflüssig, selbst dicke Full HD Filmkameras. (jedenfalls für den Privatverbrauch. Obwohl die BBC beispielsweise schon jetzt iPhonefilme professionell einsetzt.)
Aber auch der Schnittplatz kann mit einem iPhone ersetzt werden. Und veröffentlich wird der fertige Film selbstverständlich vom Phone aus.
Das ist das, was Steve Jobs als Post-PC-Ära bezeichnet hat. Aufgaben, die von fetten PCs und teuren separaten Maschinen erledigt wurden, können heute mit einem Telefon erledigt werden. Ein Telefon!¡! Und das ist erst der Anfang.
Leben wir nicht in einer herrlichen Zeit?

Ein kleines Beispiel für einen einfachen, aber trotzdem ganz chicen Film, geschossen und geschnitten auf dem iPhone: hier von siswords.