Googles Youtube App für iOS

Dank meines amerikanischen iTunes Account habe ich die neue Youtube App von Google schon geladen und getestet. Zurück bleibt ein durchwachsenes Bild.
Die größte Einschränkung vorweg:
Ohne Google-Anmeldung gibt es jetzt keine Favoriten mehr. Das ist die Freiheit, die Google meint: du kannst alles tun, was du willst, aber nur, wenn du uns alles offen legst. Wir wollen dein Profil. Wir wollen wissen, was du wann machst. Wir, Google, sind der Gatekeeper für das Internet.
Aber mal im Ernst. Dies ist eine App. Nicht die Webseite. Es ist eine eigene App. Dort ließen sich problemlos meine Favoriten und Abonnements abspeichern ohne einen Account. Wahlweise natürlich auch mit Account. Wie bei der bisherigen Youtube App von Apple auch.
Aber abgesehen davon hat die App auch Vorteile:
Die App ist schnell, die Videos laufen nicht mehr nur im Vollbild, sondern starten schon, während man noch gleichzeitig die Beschreibung lesen kann.

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Es gibt Channel zum durchstöbern, Suchoptionen lassen sich ändern ( wobei mir aber Subjektiv die Ergebnisse in der Apple App besser erschienen. Kann nicht sagen warum), im Vollbildmodus ist jetzt auch der Titel des Videos zu sehen, allerdings lässt sich im Vollbildmodus das Video nicht mehr auf den ganzen Bildschirm zoomen. Auch ist jetzt Werbung vor den Videos möglich.

Was bleibt also?
Ja, die App ist nutzbar, schneller als die Youtube-Webseite, hat viele Suchoptionen, die aber nicht mehr so gute Ergebnisse bringen, sieht brauchbar aus, aber irgendetwas zu speichern geht nur, wenn ich mich bei Google anmelde. Und das sehe ich nicht ein. Warum?
Ansonsten ruft die App bei mir keine Begeisterungsstürme hervor, ist eher umständlicher in der Suche, dank der zahllosen Suchoptionen, aber dafür schnell, und die Videos laufen auch ohne Vollbildmodus. Dass die Wiedergabe unterbrochen wird, wenn man die App verlässt, halte ich, im Gegensatz zu anderen, für einen Vorteil. Ich muss keine Videos im Hintergrund noch am rumplärren haben, wenn ich den Homebutton gedrückt habe.
Ich bin gespannt ob es jetzt bald noch weitere Youtubeapps geben wird. Ohne Googleaccount durchaus eine Marktlücke.

Was Bettina nicht schafft…

Was Bettina nicht schafft – aus der Autovervollständigung (furchtbares Wort) heraus zu kommen, keine beleidigenden Begriffe mit ihrem Namen assoziiert zu bekommen – schaffen andere. Hier ein paar Beispiele:
Der Torwart Butt muss kein schwul hinter seinem Namen dulden, nicht wie andere Fußballer, schließlich ist sein Name auf Englisch nicht jugendfrei. Ein Herr Arsch hätte Bettinas Probleme wohl auch nicht.
Paris Hilton und Pamela Anderson werden ebenfalls verschont.
Und aktuell werden auch Verweise auf pirate bay gelöscht.
Es geht also.
Autovervollständigungen sind wie selbsterfüllende Prohezeiungen. Je abstruser und geschmackloser die Vorschläge, um so öfter werden sie geklickt.
Das deutsche Schauspieler schlecht sind – nun, darüber lässt sich ja noch diskutieren.
Aber wie kommt man darauf, dass sozialistische Schauspieler schwerer sind?

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Hier noch der Artikel aus der Süddeutschen Zeitung auf den ich mich beziehe.

Was ist normal? Frag mal Amazon!

Hier ein kleiner Comic, der die Weltsicht von Amazon demonstriert.
Und der nebenbei auch demonstriert, dass ein Tablet, welches ständig Werbung anzeigt, ein weiterer Angriff auf Googles schlecht verkauften Androiden Tablets ist – und alles andere als ein „iPad-Killer„.
Apple verdient Geld mit Hardware.
Google verdient Geld mit Werbung. Wenn Amazon weiter das bestverkaufteste Tablet nach dem iPad verkauft, auf Amazons Geräten aber kein einziger Googledienst zu finden ist, kein Googlekonto benötigt wird zur Aktivierung, und die Werbeeinnahmen in Amazons Kasse fließen, so ist dies ein sehr gefährlicher Angriff für Google, den diese nur mit noch stärker subventionierten Geräten kontern können. (oder noch mehr Werbung auf dem Homescreen)
Noch ein Clip, dann können Sie Ihr HyperTablet auch wieder benutzen.

Das heiße neue iPad

Es ist schon niedlich zu beobachten, wie nach jedem Start eines neuen, erfolgreichen Appleprodukts sofort die Smartphonewars beginnen und vermeintliche Fehler in irgendwelche -gates aufgebauscht werden. (Nur schnell ein Witz am Rande: wenn Ikea irgendwelche Probleme mit Billy hätte, hieße es dann Billy-Gates? Egal.)
Was also ist dran an den viel zu heissen und überhitzten iPads auf die sich manche Medien gleich gestürzt haben? Wie zu vermuten war, wohl so gut wie gar nichts. Hier ein Test von imore, ohne Wissenschaft, aber mit einem normalen Küchentermometer für den Braten.
Ja, das neue iPad wird wärmer als sein Vorgänger, etwa so wie ein iPhone und bleibt kälter als ein MacBook, das Flash abspielt.
In den Smartphonewars wird mit allen Mitteln gekämpft, und jeder versucht mit seinem Geschrei ganz vorne mit dabei zu sein. Aber dass
Apple solide, schöne, haltbare, umweltfreundliche Geräte baut, ist keine Meldung. Auf einen Fehler, des in letzter Zeit fast unfehlbaren Konzerns, warten einige und falls sich Apple wirklich mal einen echten Patzer leisten sollte, wird das Geschrei ohrenbetäubend werden. Bis dahin stellen sich einige hin und schreien viel zu laut über Dinge, die sich in der Realität ganz anders darstellen. Wo sind denn die ganzen iPhone 4 Benutzer, die wegen Antennagate nur unzureichend telefonieren können? Was war das für ein Locationgate, wo versteckt in einem Backup auf meinem eigenen Rechner eine ortsbezogene Datenbank von WLANs zu finden war?
Aber wie war das mit Google, die vorsätzlich die Datenschutzeinstellungen von Safari umgangen haben? Das Samsung Dingens, dass einfach den Ton komplett abstellt? Dieses Asus Dingens, welches zwar GPS eingebaut hat, dieses aber nicht funktionierte und deshalb aus der Produktbeschreibung entfernt werden musste…
Egal.
Viel Feind, Viel Ehr.
Und auch diese angeblich so gelblichen Displays sollten erstmal keine Meldung
sein, solange nicht klar ist, dass es sich nicht um einzelne Ausrutscher handelt. Displays übrigens die wohl von Samsung hergestellt werden. Diese Ironien machen die Smartphonewars im Augenblick so vergnüglich zu beobachten.

Weg von Google (Teil 1)

Ein sehr spannender Post von einem ehemaligen Googlemitarbeiter und warum er Google verlassen hat.
Sehr gut geschrieben gibt dieser Post viele Einblicke in die Welt von Google und wie sich diese geändert hat, seit der Montessori-Schüler Page das Ruder übernommen hat. Ironischerweise hat sich Page noch viele Ratschläge von Steve Jobs geholt, bevor dieser leider verstarb. Aber ob es an den Ratschlägen liegt oder daran dass Google im mobilen Sektor immer noch nicht herausgefunden hat, wie es dort Geld verdienen kann…

Außerdem spricht der Post auch aus, wie sich Googles Suche immer weiter verschlechtert hat.

When I search for “London pub walks” I want better than the sponsored suggestion to “Buy a London pub walk at Wal-Mart.”

Und von ihrer ganz grottigen Mobilen Suche in Safari auf meinem iPhone wollen wir mal schweigen.

Sein Resümee:

Perhaps Google is right. Perhaps the future lies in learning as much about people’s personal lives as possible. Perhaps Google is a better judge of when I should call my mom and that my life would be better if I shopped that Nordstrom sale. Perhaps if they nag me enough about all that open time on my calendar I’ll work out more often. Perhaps if they offer an ad for a divorce lawyer because I am writing an email about my 14 year old son breaking up with his girlfriend I’ll appreciate that ad enough to end my own marriage. Or perhaps I’ll figure all this stuff out on my own.

The old Google was a great place to work. The new one?

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Und ja, ich hab mir heute leider kein iPad gekauft.

Google, es reicht!

Hallo Leute,

Heute wollte ich einen netten einfachen Artikel darüber schreiben, wie sehr mir Flipboard gefällt. Eine wunderschön gemachte Newsreader-App, jetzt auch fürs iPhone. Wie sich elegant, schön und einfach, interessante Artikel lesen lassen, was für ein optischer Genuss diese App ist, wie sie mich innerhalb eines Wochenendes erobert hat. Wie sie sich mit eigenen Twitterfeeds und Facebook personalisieren lässt. Und, und, und. Aber was muss ich heute morgen lesen? Google hat einen Konkurrenten dazu ins Rennen geschickt. „Currents“ heißt der Klon. Und auf den Screenshots sieht er aus wie Flipboard. Oh, Mann, Google, es reicht, echt jetzt. Im Ernst und ohne Spaß!!!
„Wer beherrscht das Internet?“, fragte der Spiegel letzte Woche. Ich glaube, dies ist die falsche Frage. Google herscht und verteidigt sein Imperium mit allen Tricks und Kniffen. Und Google kämpft gegen alle und jeden. Und ist sich nicht zu schade, alle und jeden zu kopieren. Erst das iPhone mit ihrem rukelnden Androidenkram, Facebook mit diesem öden Plus-Dingens, auch Amazon wollen sie kopieren und als Versandhändler auftreten (was eine abstruse Idee ist. Eine Konzern ohne direkten Kundenkontakt will Versandhändler werden. Na viel Spass…). Musik wollen sie jetzt auch verkaufen, Filme, Office im Netz haben sie, ein Computerbetriebssystem haben sie und auch vom Fernseher soll man nicht ohne Google das Internet benutzen.
Wenn sie Groupon nicht kaufen können, bauen sie einen Klon. Wenn Flipboard anfängt erfolgreich zu werden, bauen sie einen Klon. Alles Klone.
Google beherrscht das Internet. Und wie sieht es mit der Konkurrenz aus? Apple will nicht das Internet beherrschen. Es will Hardware verkaufen. Amazon will auch nicht das Internet beherrschen, sondern ebenfalls Hardware verkaufen. (bzw. digitale Hardware wie eBooks, MP3s, Videos etc.) Facebook will mein ganzes Leben abbilden. Google will sich zwischen mich und das Internet schieben.
Wer verdient denn womit Geld? Apple und Amazon verdienen mit Hardware. Ob und wieviel Geld Facebook verdient, weiß ich nicht. Aber sie könnten. Sie haben eine mächtige Position. Google verdient mit Werbung. Und zwar nur mit Werbung. Werbung auf ihrer Suchseite. Deswegen geht ihnen der Arsch auf Grundeis – um es mal salopp auszudrücken – wenn andere Google versuchen überflüssig zu machen. Wenn sie sich nicht mehr dazwischen schieben können. Google muss zwischen mir und dem Internet sitzen um weiter mit Werbung Geld zu verdienen. So einfach ist das. Und jeder der daher kommt und eine Idee hat, die die Cashcow von Google gefährden könnte, wird einfach aufgekauft oder schamlos kopiert.
Flipboard für das iPad hat fast überall gute Kritiken bekommen. Jetzt kommt die App auch fürs iPhone raus und keine Woche später zeigt Google, wie gut sie kopieren können.
Früher hat Steve Jobs mal gesagt: „Redmond, schmeißt die Kopierer an.“ Jetzt ist es Google aus Mountain View, die angefangen haben ihr Klonnetz auszuwerfen und soviel Plusse wie möglich fischen wollen. Keiner soll Gewinne aus dem Internet schöpfen können außer Google. Zur Not bietet Google es einfach umsonst an. Und wenn Google keinen Gewinn macht, können sie so verhindern, dass andere überhaupt einen machen. So einfach scheint mir die Strategie von Google zu sein. Und dies alles ohne den Spiegel Artikel gelesen zu haben. Nur meine Gedanken in meinem kleinen hübschen Köpfchen.
Und so erklärt sich mir auch der Kauf von Motorola. Zwei Jahresgewinne hat Google geopfert. Nur für Patente? Nein, obwohl Android erfolgreich ist, haben sie noch kein richtiges Mittel gegen Apple gefunden. Apple verdient mit iOS-Geräten richtig Kohle. Also hat sich Google überlegt, machen wir das auch so, kaufen einen Gerätehersteller und verdienen damit so viel Geld wie Apple. Oder bieten zur Not die Geräte für Umsonst an. Amazon hat es ja mit dem Kindle Fire vorgemacht. (Amazon verkauft sein Fire mehr oder weniger zum Selbstkostenpreis, bzw. mit leichtem Verlust) Anders können sie Apple in den Smartphonewars kaum schlagen. Jedenfalls was das Geldverdienen angeht.
Die einzigen an die sie sich nicht rantrauen, ist Twitter. (Oder habe ich da was verpasst?) Twitter dominiert immer noch unangefochten in seinem 140 Zeichen Imperium.
Warum hat eigentlich der Spiegel Microsoft nicht auf dem Cover? Sind die wirklich schon geschlagen? Immerhin verdient Microsoft vermutlich mehr Geld an Android als Google. Von den großen Herstellern bekommt Microsoft immerhin pro Android Gerät zwischen $3 und §10 Dollar. Google gibt Android kostenlos her. Und steckt selbst viel Geld in den Unterhalt und Fortbestand.
Ja wie gesagt. Eigentlich wollte ich nur über Flipboard schreiben. Aber dann platze mir der Kragen und ich musste eine kleine Tirade schreiben. Macht ja sonst keiner… 😉
Gruss Eure Lisa
Ach ja: Probiert mal Flipboard aus!

Apple und die Musik – Und Google will jetzt auch, irgendwie…

Ok Leute, Google hat jetzt also auch einen Musikstore. Und natürlich titelt die ‚Vereinigte-Deutsche-Online-Presse‘, Google würde Apples iTunes Musik Store damit angreifen. Man, wie viele solche  iPad-, iTunes-, iPhone- oder iPod-Killer gab es denn schon? Und welche hatten Erfolg? Richtig: Keine.

Und dass, obwohl die richtige Schlagzeile doch so naheliegt: Google hechelt jetzt auch mit einem Musik-Store hinterher und nuschelt dabei: ‚Bin schon da, bin schon da, bin schon da…‘

Greifen wir zurück in die Geschichte. Der Erfolg von Apple basiert wesentlich auf Musik.

Der erste Verkaufserfolg von Apple nach der Rückkehr von Steve Jobs, war der iMac. Und er hatte unglaublich gute Lautsprecher direkt eingebaut. Zu einer Zeit, als die meisten PCs nur Piepstöne von sich gaben oder zusätzliche hässliche graue Lautsprecher auf den Schreibtischen herumstanden. Da kam dieser bunte iMac und machte von sich aus, ohne Aufpreis, Musik mit gutem Klang. (Mein Onkel hat einen als eine Art Jukebox in seinem Hobby/Bastel-Keller. Nur so nebenbei. Ich weiß also, wovon ich spreche.)

Aber der wirklich Start in die neue Ära, in die Post-PC-Ära begann 2001, kurz nach dem 11.September. Die Einführung des iPod.

Warum Musik, Steve? Weil wir Musik lieben. Und es immer gut ist, etwas zu machen, was man liebt. Und Musik ist überall. Music is a part of everyone’s life, everyone. Musik war immer da und wird immer da sein. Und wer sollte das besser wissen als Steve, der, bevor er heiratete, in riesigen, unmöblierten Häusern lebte, die nur mit einer Matratze, einer Stehlampe und einer Stereoanlage eingerichtet waren. Musik war eine Herzensangelgenheit von Steve Jobs. Und als Chef einer großen Computerfirma konnte er so das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Seine eigenen Musikabspielgeräte bauen und seinen eigenen Plattenladen, in dem er nach Herzenslust herumstöbern konnte. (Und es gibt mittlerweile wirklich kaum etwas, was es im iTunes-Store nicht gäbe.)

„Und interessanterweise gibt es in dem Bereich keinen Marktführer.“, stellte Steve Jobs damals fest. „Keiner hat ein Erfolgsrezept. Niemand.“ Bis jetzt…

So begann die Erfolgsgeschichte vom iPod und damit von Apple. Alles weitere fußt fundamental auf der Musik. Der iTunes-Musik-Store öffnete seine virtuellen Pforten, und damit der Storeaccount als Zahlungsmittel, iPhone und iPod touch konnten auf diesem System weitergehen, Apps, Filme und Bücher wurden hinzugefügt.

Kommen wir nun zu Google. Die beiden Montessori-Schüler und Google-Gründer haben mit Musik wohl weniger am Hut. Man kann mit Google nach Bildern suchen, nach Videos, in Büchern, nach Orten, nach was-weiß-ich, aber nach Musik nicht. Ein Service wie Shazam zur Erkennung von gespielter Musik, gibt es nicht. Man kann mit der Google-App Fotos machen und nach einem Bauwerk, welches man fotografiert hat, suchen, aber Melodien pfeifen und diese erkennen lassen, wie bei Soundhoud, geht  nicht. (Berichtigt mich, wenn ich falsch liege.)

Außerdem ist es Google bisher schwer gefallen, legal eigenen Content anzubieten. Man verlässt sich auf die Nutzer, dass diese (auch illegalen) Content besorgen oder geht einfach mal los und scannt Bücher und fotografiert Strassen und Häuser.

(Die Frage nach eigenem Content ist auch deswegen ein heißes Eisen, weil eine Suchmaschine sich eher neutral verhalten sollte. Bei dem Monopolverfahren in den USA geht es genau darum, ob Google eigene Services bevorzugt und Konkurrenten benachteiligt.)

Huh, soviel zur Theorie. Kommen wir nun zur Praxis. Was bietet mir Google: Nix. Jedenfalls in Deutschland. Und dank GEMA wohl auch noch eine ganze Weile lang. Gut, und in den USA? Preise zwischen 99 Cent und 1,29 Dollar. Nicht der Hammer. Selbst das vermeintlich teure Apple ist teilweise billiger.  Was sonst? Exklusive Konzertmitschnitte von Coldplay, Shakira und der Rolling Stone? Sergey und Larry, ist das euer Musikgeschmack? Wirklich?

Exklusive Konzerte und deren Mitschnitte gibt es von Apple schon lange, Selbst produziert, in meistens hervorragender Qualität, mit zum Teil überraschenden Versionen. iTunes live, ein wesentlicher Grund, warum ich, als bekennender Live-Fan und Festival-Gängerin, Musik bei iTunes kaufe. Allerdings eher nicht von Coldplay, Shakira oder den Rolling Stones.

Und das ganze Gedöns mit der Cloud ist doch auch einfach lahm und unelegant. (Ich mag da gar nicht ins Detail gehen, so sehr langweilt mich das.)

Spannend wäre nur die Funktion des sozialen Sharings. Seinen Freunden die eigene Musik komplett und unbegrenzt zukommen zu lassen. Aber das traut sich nicht mal Google. Einmal dürfen G+ (oder wie auch immer das heißt) Freunde den Song komplett anhören. Und seit auch in Deutschland 90 sec Previews im iTunes-Store vorhanden sind, ist der Nutzen dieser Funktion begrenzt. Sozial ist iTunes auch schon, Stichwort Ping, und um von neuer, interessanter Musik zu erfahren ist ein dezidiertes Musik-Netzwerk wie z.B. Last.FM besser geeignet.

Schnarch.

Nee, Google hat, wie weiland schon Microsoft, eine wichtige Entwicklung verschlafen. Zwar verdient Geld an Musik-Stores im Moment keiner richtig. Apple bietet es aber an, weil sie so die Herzen der Menschen erobern konnten, einen Dienst, der ihnen half, Hardware zu kaufen. Jederzeit sofort sich das Lied zu besorgen, dass frau gerade braucht.  Amazone bietet es, tja, wohl, weil sie alles anbieten.

Aber warum lässt sich Google jetzt darauf ein? Geld ist nicht zu verdienen, bei den Androiden-Jungs sogar noch weniger, die holen sich das meiste doch aus ganz anderen Quellen. Wollen sie die User-Experience verbessern? Stellen sie fest, dass die Masse an Menschen einen Musikladen gerne auf ihrem Telefon hat? Aber warum überlassen sie Amazon nicht das Feld?

Ich weiß es grad nicht.

Nur noch schnell etwas zum „Artist Hub“. Künstler sollen und können bei Google Music selbst ohne Label veröffentlichen. Das geht bei iTunes und Amazone auch schon längst. Hier eine Liste an Diensten, die zum Teil sogar bessere Konditionen bieten als Google.

Also nix Neues von Google, die immer mehr zum Dinosaurier der Branche werden, wie schon Microsoft, und ähnlich wie Microsoft mit nur einer einzigen Sache Geld verdienen. Werbung. Oder wollen sie die Streaming Dienste angreifen, wie Spotify oder Last-FM?   Oder ist es Facebook, die jetzt mit Spotify kooperieren? Wird dies der Grund für den Store sein, nicht noch mehr Klicks an andere zu verlieren? Und einfach irgendwie mit dabei sein. Wie mit Android. Oder G-Mail. Aber G-Mail hatte immerhin den Vorteil des riesigen Datenspeichers. So einen Vorteil kann ich bei Google-Music nirgendwo erkennen.

Leseliste

ha, Warum Google und Microsoft schlecht über Siri sprechen (müssen). Andy Rubin: „I don’t believe your phone should be an assistant…Your phone is a tool for communicating,“ he opined, „You shouldn’t be communicating with the phone; you should be communicating with somebody on the other side of the phone.“ Das ist sooooooo dumm, dass einem der Mund weit offen stehen bleibt, bis Siri auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, antwortet, dass vieles dafür spricht, dass es Schokolade sei. Genau, dass ist doch der Traum vom Smartphone, dass es dein persönlicher Assistent wird. Und mit der richtigen Vernetzung in der Küche, kann man dann wirklich gleich bei Siri „Tea, Earl Grey, Hot“ bestellen, wie einst Jean-Luc Picard.

Jobs google Nichts desto trotz, war sich Steve Jobs nicht zu schade, Larry Page von Google gute Ratschläge zu geben.

iPad android zahlen Stimmen die Zahlen, das Android im Tablet-Bereich aufholt???

Siri lesen. Warum Siri für Apple so wichtig ist. Warum sich wieder einmal unser Umgang mit smarten Geräten ändern wird. Und 3 kluge Tipps für den Umgang mit Siri. Und warum Andy Rubin, Chefentwickler von Android, entweder ein Idiot ist, oder doppelzüngig.

Google ist raffiniert

Entgegen dem Titel des Artikels, erklärt Die Zeit sehr gut, warum Googles vermeintliche Niederlage im NymWar doch ein Sieg für sie ist. (NymWar = Kampf für Pseudonyme)
Google sieht nach eigener Aussage Google+ als Identifizierungsdienst und nicht als soziales Netzwerk.
Mit dieser vermeintlichen Niederlage könnte Google nun also die Pseudonyme und die ihnen zugrunde liegenden Klarnamen bekommen. Und zusätzlich einen weiteren Heiligenschein im „Don’t be evil“ Image.
Ich traue ihnen nicht, selbst wenn sie Geschenke bringen.